Online Treffen: Planung 14. Juni 2020

Der 14. Juni 2020 nähert sich in grossen Schritten. Wir möchten das Jubiläum feiern. Wir möchten weiter kämpfen und laut sein!

Ein Jahr nach dem grossartigen und wunderbaren Streik stehen wir vor einer grossen gesellschaftlichen Herausforderung. Dieser müssen und wollen wir feministisch begegnen. Wir laden euch dazu ein, euch zu beteiligen, eigene Ideen zu entwickeln oder euch den Aktionen, die wir planen, anzuschliessen.

Am 4. Juni, 20:00 treffen wir uns online, um den 14. Juni vorzubereiten. Ihr könnt euch hier anmelden:

UND: Zurzeit läuft Vieles und ihr könnt Teil davon sein. Wartet nicht bis zum Treffen am 4. Juni und meldet euch JETZT bei mit euren Ideen, für Infos oder um euch zu engagieren.

Alle Frauen* sind herzlich willkommen! Egal, ob schon lange dabei oder zum ersten Mal da. Wir sind verschieden, machen unterschiedliche Erfahrungen und haben vielfältige Anliegen. Aber wir kämpfen auch nach dem Frauen*streik gemeinsam und solidarisch für unsere Rechte und um diese Gesellschaft zu verändern. Egal, woher wir kommen, welche Hautfarbe wir haben, wie alt wir sind, welche Ausbildung wir haben, wie wir leben, wen wir lieben und unabhängig von unserem bei Geburt zugewiesenem Geschlecht. Solidarität ist unsere Stärke.

Das Gosteli-Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung muss weiterbestehen!

Seit 1982 archiviert die Gosteli-Stiftung bedeutende Quellen zur Frauengeschichte, massgeblich finanziert durch Marthe Gosteli selber (1917-2017). Das Stiftungsvermögen kann die Finanzierung des Archivs allerdings nur noch kurzfristig sichern. Der Bund prüft nun eine Beteiligung an der Finanzierung des Archivs.

Unterschreibe diese Petition um die Finanzierung des Archives langfristig zu garantieren: https://act.campax.org/petitions/das-gosteli-archiv-zur-geschichte-der-schweizerischen-frauenbewegung-muss-weiterbestehen

Bis heute umfasst das Gosteli-Archiv über 400 Bestände und auch der Frauen*streik 2019 ist dort dokumentiert. Zudem baute die Gosteli-Stiftung eine historische Bibliothek mit grosser Broschürensammlung auf und macht Quellenverzeichnisse digital zugänglich. Damit avancierte das Gosteli-Archiv zum zentralen Dokumentations- und Forschungsort der Schweizer Frauen- und Geschlechtergeschichte. Zahlreiche geschichtswissenschaftliche Dissertationen, Forschung im Bereich der Gender Studies und Biographien über Frauen in der Schweiz basieren auf Quellen der Gosteli-Stiftung. Viele der Bücher haben grosse gesellschaftliche und wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten. Ebenso arbeiten zahlreiche Studierende der Schweizer Universitäten mit Quellen des Archivs, um ihre Abschlussarbeiten zu verfassen.

Gegenwärtig prüft der Schweizerische Wissenschaftsrat, ob und wie sich der Bund im Rahmen der BFI-Botschaft 2021-24 an der Finanzierung des Archivs beteiligen soll. Der Entscheid liegt anschliessend beim Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF).

Als Forscher*innen und Interessierte der Frauen- und Geschlechtergeschichte und der Gender Studies fordern wir den Bund auf, die Finanzierung und Weiterentwicklung des Archivs zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung sicherzustellen und die Fortführung des Archivs an seinem Standort in Worblaufen zu ermöglichen.

1. Das Archiv, die Bibliothek und die bereitgestellten digitalen Quellenverzeichnisse stellen eine unverzichtbare Grundlage dar, um die Schweizer Frauengeschichte zukünftig zu erforschen. Das Gosteli-Archiv umfasst Bestände, die in staatlichen Archiven nicht greifbar sind. Es bietet damit eine einzigartig und in demokratiepolitischer Hinsicht unabdingbare Grundlage, um die Geschichte der Frauen in der Schweiz aufzuarbeiten.

2. Der Standort des Archivs in Worblaufen soll erhalten bleiben: Er steht symbolisch für den langen Ausschluss der Schweizer Frauen von staatlichen Institutionen. Da die staatlichen Archive sich der Frauengeschichte nicht widmeten, übernahmen Frauen selbst diese Aufgabe. Das Gosteli-Archiv ist damit Zeichen der spezifischen Frauengeschichte der Schweiz. Ein Erhalt von Stiftung und Archiv an ihrem Standort garantiert im Weiteren, dass die wertvollen Archiv- und Bibliothekbestände für die Zukunft umfassend aufbewahrt und für die Forscher*innen jederzeit zugänglich sind. Schliesslich eröffnet die Gosteli-Stiftung mit ihren Räumlichkeiten eine einzigartige Möglichkeit der Vernetzung und des Austauschs von Forscher*innen.

Unterzeichnerinnen:
Dr. Fabienne Amlinger, Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung, Universität Bern
Dr. Francesca Falk, Historisches Institut, Universität Bern
Dr. Sonja Matter, Historisches Institut, Universität Bern
Dr. Pauline Milani, Departement für Zeitgeschichte, Universität Freiburg
Dr. Tanja Rietmann, Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung, Universität Bern

Um die Finanzierung des Archives langfristig zu garantieren, unterschreibt bitte folgende Petition: https://act.campax.org/petitions/das-gosteli-archiv-zur-geschichte-der-schweizerischen-frauenbewegung-muss-weiterbestehen

Veranstaltungen und Aktionen finden statt!

Die Veranstaltungen und Aktionen finden wie geplant statt. Solidarität ist der beste Gesundheitsschutz! Und hey, wer kümmert sich ächt um die Menschen in Quarantäne und mit Corona-Virus? Um so mehr: Auf zum internationalen Frauentag – auf zum 8. März!
Eure Sicherheit ist uns wichtig: Schaut aufeinander! Menschen mit Grippesymptomen bitten wir zuhause zu bleiben. Wir empfehlen allen Teilnehmenden, in die Ellenbeuge zu niesen, sich regelmässig die Hände zu waschen und Körperkontakt in Grenzen zu halten.

Kinderbetreuung ist keine Privatsache

Aktion der Eidgenössischen Kommission dini Mueter (EKdM) am 7. März von 11.00 bis 13.00 Uhr, Aarbergergasse und Waisenhausplatz

Wir machen unbezahlte und unterbezahlte Arbeit sichtbar!

250 Millionen Stunden arbeiten Frauen in der Schweiz jährlich im bezahlten Bildungs- und Betreuungswesen. Rund 1000 Millionen Stunden arbeiten sie unbezahlt für die Betreuung von Kindern zu Hause. Diese Arbeit ist keine Privatsache, sondern hoch relevant für die ganze Gesellschaft. Deswegen nehmen wir uns am feministischen Aktionswochenende die Strasse.

In der Aarbergergasse und Waisenhausplatz in Bern treffen wir uns, um unsere Arbeit und ihre Bedeutung für alle sichtbar zu machen: Wir füttern, stillen, spielen, lesen vor, helfen bei den Hausaufgaben, putzen, waschen, rüsten, trösten, pflegen, usw.

Kommt ihr Mütter, Grossmütter, Tanten, Nachbarinnen und Schwestern mit oder ohne Kinder und bringt euren Alltag mit. Mit Töpfen, Wäscheleinen, Spielsachen und mit euren Forderungen. Kommt ihr Kitabetreuerinnen, Tagesschulangestellte, Kindergärtnerinnen, Praktikantinnen und Tagesmütter. Machen wir unsere tägliche Arbeit sichtbar!

Flyer zum Download (Pdf): Flyer Kinderbetreuung ist keine Privatsache


Grafische Gestaltung: noraryser.ch

Letztes Vorbereitungstreffen für das feministische Aktionswochenende

Sonntag 1. März, 14.00-17.00, Gemeinschaftsraum Meinen-Areal (Schwarztorstrasse 76, Haltestelle Brunnhof)

Wir besprechen die Details der tollen Aktion für den Bundesplatz am 8. März und geben unserem Aktionswochenende den letzten Schliff! Und wir brauchen deine Hilfe. Zum Beispiel für: die Barschichten an der Frauen_disco am 6. März – die Mobilisierung für unser Aktionswochenende – Hilfe am Infostand des Kollektivs am Wochenende im Progr – bei der Logistik für die Workshops vom 7./8. März – und so weiter.

Mit mehr als 20 Aktionen, Workshops, Filmführungen, Ausstellungen, einem Fest und einer Sirupbar wird das feministische Aktionswochenende grossartig sein. Komm zum letzten Vorbereitungstreffen des Berner Frauen*streikkollektiv. Es gibt viele Möglichkeiten, um mitzuhelfen und sich für eine feministische Veränderung der Gesellschaft einzusetzen.

Alle Frauen* sind herzlich willkommen! Egal, ob schon lange dabei oder zum ersten Mal da. Wir sind verschieden, machen unterschiedliche Erfahrungen und haben vielfältige Anliegen. Aber wir kämpfen auch nach dem Frauen*streik gemeinsam und solidarisch für unsere Rechte und um diese Gesellschaft zu verändern. Egal, woher wir kommen, welche Hautfarbe wir haben, wie alt wir sind, welche Ausbildung wir haben, wie wir leben, wen wir lieben und unabhängig von unserem bei Geburt zugewiesenem Geschlecht. Solidarität ist unsere Stärke.

Wenn du Kinderbetreuung oder eine Übersetzung brauchst, um am Treffen teilzunehmen, schick uns ein Mail an , bis am Mittwoch, 26. Februar am Mittag. Wir werden versuchen, dies zu organisieren.

„Look at us – we are many!“

Ein Fotoprojekt von Gina Roder
Die Foto-Ausstellung gibt den unzähligen Frauenstreik-Aktivist*innen ein Gesicht.

Im Vorfeld des 8. März hat Gina Roder Frauen* portraitiert: Auf einer weissen Wand konnten alle eine Botschaft schreiben und sich so vor der Kamera zeigen, wie sie sich fühlen. Ein endloser Strom aus Wünschen und Forderungen sowie eine grosse Anzahl an partizipierenden Aktivist*innen zeigen die feministische Bewegung kraftvoll und vielfältig!

Am 7. und 8. März im Gang vor der Stube im Progr

Programm feministisches Aktionswochenende 6.-8. März 2020

Unser Programm für das feministische Aktionswochenende ist ready. Und wir auch! Am 7. und 8. März ist es so weit: In Workshops und Gesprächen geht es um gewaltfreie, gerechte und nachhaltige Lebens- und Arbeitsbedingungen, Diskussionen um Solidarität und Freiheit, und Forderungen nach Selbstbestimmung für Frauen und queere Menschen. Es gibt tolle Aktionen und eine Auftakt Frauen(streik)_disco am 6. März.

Hier geht es zum Programm.

Flyer zum Download

Check your Privileges! Workshop mit Brunch

Möchtest du dich mit Fragen der Verteilung von Macht und Privilegien auseinandersetzen und mit den herrschenden Unterdrückungsstrukturen in der Schweiz? Möchtest du wissen, wie das mit deinem feministischen Engagement zusammenhängt? Dann komm an diesen Workshop! Wir bieten dir in diesem Workshop die Möglichkeit dich mit deiner eigenen gesellschaftlichen Positionierung (in Bezug auf race, class, gender…) auseinanderzusetzen.

Wann: 16. Februar, ab 11 Uhr vegetarischen Brunch, ab 11:45 Workshop

Wo: Meinen-Areal, Schwarztorstrasse 76, Haltestelle Brunnhof

Wenn wir uns mit Unterdrückungsstrukturen auseinandersetzen wollen, ist das Bewusstmachen von und der Austausch über eigene Positionierungen ein Türöffner um Empathie für andere zu entwickeln und verantwortungsvoll zu handeln. Im Workshop arbeiten wir suchend-reflexiv, das heisst wir bieten dir einen sicheren Raum, in dem du dich mit Hilfe von Übungen mit deinen und anderen Positionierungen auseinandersetzen kannst. Anhand von Inputs und Diskussion suchen wir gemeinsam nach möglichen Wegen von Empowerment und nach Ideen uns für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen.