Medienmitteilung der Frauen*streik-Koordination Bern, 14 Juni 2019, 21.50 Uhr

Autorin und Slam-Poetin Sandra Künzi, moderierte das Bühnenprogramm des Frauen*streiks Bern auf dem Bundesplatz (Foto: Paola Ferro Mäder)

Frauenstreik 2019
Neue Zahlen: In Bern demonstrierten 70’000 Frauen*
Berner Frauen*streik-Tag mit fast 100’000 Teilnehmer*Innen

Am Frauen*streik in Bern haben an der Abschluss-Demonstration am frühen Freitagabend rund 70’000 Frauen* (und solidarische Männer) teilgenommen. Zweieinhalb Stunden lang zogen die Demonstrierenden für gleiche Löhne, für gleiche Rechte, für mehr Respekt und gegen Gewalt gegen Frauen* und Mädchen durch die Bundesstadt.

Die Bilder des Frauen*streik-Tages in Bern

Als die Spitze des Demonstrationszuges den Bundesplatz wieder erreichte, verliess das Ende des Zuges erst den Platz. Der bunte und laute Demozug durch die Berner Altstadt war 2,5 Kilometer lang. Insgesamt nahmen in Bern am Frauenstreik-Tag rund 100’000 Frauen und Männer an Aktionen, Veranstaltungen und Demonstrationen teil.

Der Frauenstreik war bereits am frühen Morgen gestartet mit der Aktion Plugging the City: Mit Sprühkreide aufgemalte Parolen und Zeichnungen riefen zum Streik auf, Banner tauchten an Brücken, Geländern und Fassaden auf, und zum Beispiel statt der Gerechtigkeitsgasse fand frau sich in der Frauenstreikgasse wieder.

Überall in Bern fanden weitere zahlreiche Streikaktionen in Betrieben sowie Aktionen, Demonstrationen und Veranstaltungen im öffentlichen Raum statt. Bis 16 Uhr beteiligten sich 17’000 Frauen* (ohne betriebliche Aktionen) daran, wie Aktivisten der Frauen*Streik-Koordination zusammenzählten. Nur schon an einer kämpferischen Kinderwagen-Demonstration vom Bärengraben zum Bundesplatz beteiligten sich 5000 Frauen.

Schon um 16 Uhr waren Bundesplatz und die angrenzenden Gassen und Plätze überfüllt, als der 150-köpfige FrauenStreik-Chor auf der Bühne in der „L’hymne des femmes“ die streikwilligen Frauen aufforderte „Ecrivons notre histoire, construisons nos espoirs. Debout! Debout!”. Vor der Abschluss-Demo verlasen Aktivistinnen der Frauenstreik-Koorodination unter dem Jubel der Frauen* auf dem Bundesplatz das Manifest, das die nationale Frauen*streik-Bewegung am 8. März in Biel verabschiedet hatte.

„Schluss mit dem täglichen Verfassungsbruch auf Kosten der Frauen; Schluss mit dem Schneckentempo, wenn es um Frauenrechte geht“, forderte Unia-Präsidentin Vania Alleva in ihrer Rede nach der Demo. Es brauche Lohngleichheit, zahlbare Kinderbetreuung, Chancengleichheit. Jetzt, verlangte sie. Sibylle Stillhart von der Berner Frauen*streik-Koordination forderte in ihrer Rede „Respekt“ sowie „Zeit und Geld für unsere Arbeit“. „Wir weigern uns, dankbar zu sein“, sagte sie.

Alle Texte der Reden, die am Frauen*streik auf der Bühne/Bundesplatz gehalten wurden, werden demnächst zum Download aufgeschaltet sein auf:

Bildmaterial

Bilder in hoher Auflösung sowie kurze Texte zu den Aktionen und Veranstaltungen zum Downloaden findet ihr auf:

und:

Downloadcenter Bildmaterial

Es wird noch neues Material aufgeschaltet, auch in den kommenden Tagen. .

Für weitere Informationen zu Bern steht seit 8.00 Uhr das Medientelefon zur Verfügung: 079 904 88 94

Einen Überblick über die Schweiz erhaltet ihr auf der Website zum Frauen*streik des SGB. Dort informiert der Schweizerische Gewerkschaftsbund regelmässig: www.14juni.ch

Es grüsst soldarisch

Die Frauen*streik-Koordination Bern

PS. Das Foto von der Kundgebung in Bern wurde von Paola Ferro Mäder geschossen und zeigt die Moderatorin der Kundgebung, Sandra Künzi, vor dem überfüllten Bundesplatz.